Mittwoch, 08. April 2020
Notruf : 112

Einsatz in Stadtallendorf für Homberger Feuerwehren

Am vergangenen Sonntag kam für die Feuerwehren des Vogelsbergkreises das Hilfeersuchen des Landkreises Marburg Biedenkopf, die eingesetzten Katastrophenschutzkräfte Kräfte des Landkreises, in der neu errichteten Erstaufnahmeeinrichtung in Stadtallendorf, abzulösen, die das Erstaufnahme-lager mit einer medizinischen Versorgungsstelle, Verpflegungs- und Sanitäreinrichtungen und einem Zeltdorf in der Nähe der Herrenwaldkaserne seit Samstagmorgen errichtet hatten.

Weiterhin galt es andere Organisationen wie DRK, Ordnungsamt, THW und Bundeswehr bei ihren Aufgaben zu unterstützen sowie neben der Sicherstellung des Brandschutzes anfallende Arbeitsaufträge abzuarbeiten.
Gegen 21.00 Uhr trafen sich die Stadtbrandinspektoren und Wehrführer im Feuerwehrstützpunkt um Einsatzkräfte für das erste Kontingent zu mobilisieren, welches bereits gegen 21.30 Uhr mit dem Katastrophenschutzfahrzeug LF 10/6 und einem KdoW in Richtung Erstaufnahmeeinrichtung abrückte. Nach der Einweisung durch Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland, stellte man die Einsatz und Wachbereitschaft her, um den Brandschutz der Zeltstadt in der bis zu 750 Flüchtlinge untergebracht werden sollten zu gewährleisten. Neben dieser Aufgabe übernahm man auch die Kontrolle und Wartung der Zeltheizungen die in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Mücke und der Werkfeuerwehr Ferrero in regelmäßigen Abständen mit Diesel befüllt werden mußten. Immer wieder kam es zu Ausfällen der Heizungen, da die Zeltbewohner Möglichkeiten suchten ihre durchnässte Kleidung zu trocknen und diese in die Zuführungsschläuche der Luft legten, was dazu führte dass die Heizungen aufgrund eines Wärmestaus ausfielen und dann von den Einsatzkräften der Feuerwehren wieder neu gestartet werden mußten.

 

Noch in der Nacht wurde an der Erstaufnahmeeinrichtung eine Technische Einsatzleitung errichtet um von dort die Einsatzaufträge zu koordinieren.

Am nächsten Tag wuchsen dann die Aufgaben der Feuerwehr, da immer mehr Aufgaben anstanden die es zu bewältigt galt und die Einsatzkräfte immer öfters neben der Sicherstellung des Brandschutzes gefordert waren. So mußten u.a. weitere Zelte errichtet und  diese gegen Windböen gesichert werden, es galt Mulch zum befestigen der durch den Dauerregen aufgeweichten Böden zu besorgen und zu verteilen, war für den Material und Kleidertransport zuständig, half bei der Errichtung weiterer Beleuchtungseinrichtungen, der sanitären Anlagen, oder unterstützte neben vielen weiteren Tätigkeiten auch das DRK bei der Zuweisung der Zelte für die Flüchtlinge, deren Anzahl mittlerweile auf 640 angewachsen war.

Nach dem Einsatz zog die Einsatzleitung um Stadtbrandinspektor Thomas Stein ein durchweg positives Fazit. Die Zusammenarbeit der eingesetzten Einheiten aus Polizei, DRK, THW, Bundeswehr etc. klappte hervorragend und wenn irgendwo Not am Mann war unterstützte man sich ohne große Worte gegenseitig. Laut Stein kamen  Feuerwehrleute aus allen Stadtteilen und der Kernstadt zum Einsatz, die in Schichten zu jeweils 8 Stunden , mit mindestens 6 Einsatzkräften eine Wachabteilung bildeten. Insgesamt leisteten die Homberger Brandschützer 540 Einsatzstunden und man war mit 5 Einsatzfahrzeugen vor Ort.