Donnerstag, 04. Juni 2020
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Winterschulung 2019 - 2020

Pünktlich zum gefühlten Frühlingsanfang konnte die Winterschulung 2019/2020 nach 8 Unterrichtsabenden erfolgreich abgeschlossen werden. Inspiriert von der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, die schon seit vielen Jahren Themen für die Winterschulung der bayrischen Feuerwehren vorgibt und entsprechend aufbereitet, kam die Idee dieses Konzept auch auf die Ausbildung unsrer Feuerwehren zu übertragen.

Den Gedanken einheitliches Unterrichtsmaterial allen Wehren zur Verfügung zu stellen und in eigener Regie zu schulen wurde gleich zu Anfang der Planungen verworfen. Ein Thema durch die gleichen Referenten spart Ressourcen und garantiert ein gleichbleibendes Qualitätsniveau. Mit diesem Vorhaben wurde im Januar 2017 gestartet und hat sich seit dieser Zeit zu einer sehr gut angenommenen Ausbildungsserie entwickelt. Unterschiedliche Themen wurde in den vergangen Jahren von Dozenten aus unseren Reihen aber auch von Externen geschult, hierzu gehören z.B. Wärmebildkamera, Gasmessgerät, Gefahrgut-Ersteinsatz mit GAMS-Regel, Grundlagen des Katastrophenschutzes, Psychosoziale Notfall-Versorgung, Waldbrandbekämpfung und vieles mehr. Natürlich ist die jährlich vorgeschriebene Unfallverhütungsunterweisung auch immer Bestandteil und somit können auch die Ausbilder in den Wehren bei diesem Thema entlastet werden.

Die diesjährige Ausbildungsreihe startete im Dezember, hier hatte Jens Gemmer und Thomas Stein das Thema Waldbrandbekämpfung aufgearbeitet und gaben einen Einblick in die Schadenstatistik der letzten Jahre, sowie die die unterschiedlichsten Präventivmaßnahmen der beteiligten Ämter und Behörden. Im zweiten Teil ging es um Sicherheit, Brandarten und Taktik.

Im Januar konnte man bemerkenswertes über alternative Antriebe erfahren, Jonathan Gröb und Andreas Blechschmidt (Nieder-Ohmen), seines Zeichens Kreisausbilder für technische Hilfeleistung „Verkehrsunfall“, referierten über die Funktion, sowie Anforderungen an die Feuerwehren bei Elektro-, Wasserstoffbrennstoffzellen- und Gasfahrzeugen. In einer praktischen Präsentation ging Kfz-Meister Markus Ofenloch auf die Unterschiede von Erdgas- und Flüssiggasantrieben ein und erläuterte am Modell die verschiedenen Sicherheitseinrichtungen. In einer weiteren Station standen Richard Fleischhauer und Dogan Sagbanoglu, Manager Service-Technik bei Mitsubishi-Motors Deutschland, an einem Hybridfahrzeug für die vielen Fragen der Teilnehmer zur Verfügung. Man konnte sich die Besonderheiten und Notfalleinrichtungen mal ganz aus der Nähe ansehen. Aus der Montagegrube heraus ergab sich die Möglichkeit, das Fahrzeug von unten zu begutachten, um die Hochvolt-Batterietechnik besser verstehen zu können.

Die Schulungsserie wurde dann im Februar mit der vorgeschriebenen UVV-Unterweisung beendet. Hier hatte Peter Schmidt, wissenswertes aus der DGUV Vorschrift 49 aufgearbeitet und einen Vergleich der alten zur im Oktober 2019 neu in dienstgestellten „Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehren“ erläutert. Pascal Schleich ging in seinem Vortrag auf die Gefahren der Einsatzstellen ein und gab hierzu anhand der Gefahrenmatrix „4A-1C-4E“ einige Beispiele und Lösungsansätze zur Schadensvermeidung.

Seit Beginn dieser Ausbildungsform haben wir 30 Schulungstermine angeboten, 28 Dozenten haben ihr Wissen an über 1300 interessierte Feuerwehrkameradinnen und Kameraden weitergegeben. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle die an dieser Erfolgstory mitgewirkt haben, oder diese in Zukunft unterstützen werden. Wir freuen uns darauf.

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