Mittwoch, 20. Februar 2019
Notruf : 112

Qualifizierung zum Fachpersonal für Brandschutzkleidung

Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) kommt erst dann zum Tragen, wenn alle anderen Möglichkeiten zur Gefahrenbeseitigung nicht anwendbar sind oder nicht greifen. Dann ist die Brandschutzkleidung der letzte Schutz des Atemschutzgeräteträgers und muss zuverlässig wirken. Die volle Funktionsfähigkeit von Hose und Jacke ist daher unerlässlich. Im Einsatzgeschehen werden diese extrem schädigenden Einflüssen ausgesetzt, die auf Dauer zu einer Ermüdung des Materials und somit zur Verminderung der Schutzwirkung führen können.

Die Pflicht zur Wartung und Pflege der Schutzausrüstung, besteht für die Gemeinde und die Wehrführung sowie für die Feuerwehrangehörigen. Rechtlich geregelt werden die Pflichten in unterschiedlichen Rechtsgrundlagen. Zu nennen wären hier vor allem:

  • § 15 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) „Pflichten der Beschäftigten“,
  • § 2 Abs. 4 PSA-Benutzungsverordnung „Bereitstellung und Benutzung“ von PSA,
  • § 30 Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Grundsätze der Prävention“ (GUV-V A1) „Benutzung“ von PSA
  • Und vor allem in § 12 der UVV „Feuerwehren“ (GUV-V C53):

Der Unternehmer ist nach § 29 der UVV „Grundsätze der Prävention“ (GUV-V A 1) verpflichtet, geeignete persönliche Schutzausrüstungen zur Abwehr möglicher Unfall- oder Gesundheitsgefahren zur Verfügung zu stellen und diese in ordnungsgemäßem Zustand zu halten. Das schließt die Wartung, Pflege und rechtzeitige Aussonderung von persönlichen Schutzausrüstungen ein. D.h., sie ist nach jedem Einsatz durch die Träger auf Vollständigkeit und äußerlich erkennbare Schäden zu prüfen (Sichtprüfung).

Die genannten Rechtsnormen geben lediglich Schutzziele an. Wie die Schutzkleidung zu pflegen und zu warten ist, geben die Hersteller vor. Grundsätzlich gilt für die Schutzkleidung, dass sie mindestens jährlich, jedoch spätestens nach jeder Benutzung zu kontrollieren ist. Es müssen bei Pflege und Wartung sowie Reparatur immer die Herstellerangaben herangezogen werden.

Das theoretische Wissen und die praktische Umsetzung waren dieser Tage Thema, 12 Kameraden der Homberger Wehren wurden durch Holger Ring von der Firma Firma Giebeler Feuerschutz GmbH & Co. KG aus Neunkirchen erfolgreich qualifiziert. Nun stehen für alle Standorte fachkundige Einsatzkräfte zur Verfügung, die ihr erlerntes Wissen zum Schutz ihrer Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich einbringen.